Der GEM2GO Kiosk: Wenn die Amtstafel digital wird

Veröffentlichungsdatum17.06.2026Lesedauer4 MinutenKategorienGEM2GO Blog

In den Gemeinden Oberalm (Salzburg), Orth an der Donau (Niederösterreich) und Groß St. Florian (Steiermark) ist die digitale Amtstafel längst Realität. Drei Gemeinden erzählen, warum sie auf den GEM2GO Kiosk setzen – und welche Vorteile er im Alltag bringt.

Petra Holl, Amtsleiterin in Oberalm, erinnert sich noch gut an die Zeit vor dem digitalen Kiosk. „Früher haben unsere MitarbeiterInnen am Heimweg die echten Amtstafeln in den Ortsteilen bestückt“, erzählt sie. „Aber viele wohnen gar nicht mehr in Oberalm. Dann wurde das hin und wieder vergessen.“ Eine Person mit Brille und KleidPetra Holl - Amtsleiterin OberalmDer Auslöser für den Umstieg? „Die große Flut der Volksbegehren. Wir haben ein modernes Gemeindeamt mit vielen Glasflächen – und plötzlich war keine mehr frei, weil überall Kundmachungen hingen.“

SYNERGIEN NUTZEN, RESSOURCEN SPAREN

Die Entscheidung war klar: Die Gemeinde installierte einen Außenkiosk, der rund um die Uhr zugänglich ist. „Wir haben gerade den Gemeindeplatz neu gemacht und die Kabel gleich richtig verlegt“, sagt Holl. „Die Synergie haben wir einfach genutzt.“

Ähnlich pragmatisch ging man in Groß St. Florian vor. Wir wollten unseren BürgerInnen möglichst rasch mit Informationen versorgen“, erklärt Bürgermeister Johann Posch. „Nicht nur im normalen Alltag mit Müllkalender und Veranstaltungen, sondern auch in Gefahrensituationen – z.B. bei Hochwasser oder Trinkwasserverunreinigung. Darum haben wir uns sehr schnell für GEM2GO entschieden.“ Der GEM2GO Kiosk war dann der nächste logische Schritt: „Wir wollten einen Ansprechpartner, ein System. Das Design und die Einfachheit haben uns überzeugt.“

VON SKEPTISCH BIS BEGEISTERT

Die Reaktionen der BürgerInnen? Durchwegs positiv. „Ich habe grundsätzlich keine negativen Rückmeldungen erhalten“, sagt Petra Holl. „Natürlich waren einzelne Ältere etwas skeptisch. Aber inzwischen merkt man: Die Menschen nutzen es.“ Besonders clever: In Oberalm wird der Bildschirmschoner-Modus für Veranstaltungsplakate genutzt. „Die Vereine schicken uns Plakate, wir legen sie auf die Plattform. Das wird sehr gut angenommen.“

Eine Person mit Brille und SchalElisabeth Wagnes - Bürgermeisterin Orth an der Donau

In Orth an der Donau setzt man ebenfalls auf den Bildschirmschoner-Modus. „Bei uns laufen Veranstaltungen durch“, erzählt Hanna Happel, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit. Bürgermeisterin Elisabeth Wagnes ergänzt: „Es war mir wichtig, dass wir unsere Kommunikation modernisieren. Mit der digitalen Amtstafel und den Push-Nachrichten über die App können wir zeitgemäß informieren.“ 

KLARE LÖSUNGEN STATT HYBRIDMODELLE

Petra Holl hat einen klaren Tipp für Gemeinden, die über den Einstieg nachdenken: „Keine Zwischenlösung, keine Hybridlösung. Die ist fehleranfällig.“ Entweder Papier oder digital – aber keine Mischform. „Wir haben uns für die digitale Lösung entschieden und arbeiten seit vier Jahren damit. Es funktioniert super.“

Eine Person im Anzug und KrawatteJohann Posch - Bürgermeister Groß St. Florian

In Groß St. Florian sieht man das ähnlich, auch wenn rechtlich noch beide Varianten nötig sind. „In der Steiermark müssen wir noch analog aushängen“, sagt Posch. „Aber wir nehmen der Amtstafel schon viel vorweg, weil die Leute die Kundmachungen zuhause lesen können. Warum sollen sie dann vor der Amtstafel stehen?“

ZEITERSPARNIS UND ENTLASTUNG

Die Ressourceneinsparung ist beachtlich. „Ein Mitarbeiter ist sicher eine Stunde pro Woche beschäftigt mit Aushängen“, rechnet Petra Holl vor. „Dazu kommen Fahrtkosten, Papierverbrauch – und die psychische Belastung, daran zu denken.“ Das digitale System entlastet spürbar. „Und die Ablage funktioniert wirklich gut.“

Johann Posch sieht das Einsparungspotenzial im Hinblick auf GEM2GO langfristig noch größer: „Wir überlegen, unser Gemeindemagazin nur mehr zweimal statt viermal im Jahr zu machen. Wenn wir laufend über GEM2GO informieren, können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren.“

AUFKLÄRUNG IST WICHTIG

Eines ist allen drei Gemeinden klar: Die Technik allein reicht nicht. „Es braucht Aufklärung, was die digitalen Services in der Gemeinde betrifft“, sagt Posch. „Wir sind wie Wasser auf den Mühlen unterwegs – bei jeder Veranstaltung erklären wir, was der Nutzen ist.

Hanna Happel betont: „Man muss wirklich dahinter sein. Es ist nichts, was nebenbei läuft.“ Wagnes pflichtet bei: „Deswegen haben wir eine Teilzeitstelle für Öffentlichkeitsarbeit geschaffen. So nebenbei hat es nicht die Qualität.“Eine Person mit langen Haaren, die Brille trägtHanna Happel - Mitarbeiterin Öffentlichkeitsarbeit Orth an der Donau

DIGITALISIERUNG ALS GEMEINDESERVICE

Warum ist Digitalisierung in Gemeinden so wichtig? „Weil wir alle gewohnt sind, dass Nachrichten schnell rauskommen“, sagt Happel. „Gemeinden sind oft ein bisschen langsamer – aber die Welt ist schnelllebiger geworden. Da müssen wir mitziehen.“

Johann Posch sieht es als Teil eines größeren Ganzen: „Wir haben mit der Homepage begonnen, dann die GEM2GO App eingeführt und nun die Amtstafel – zudem sind wir seit Oktober papierlos im Haus unterwegs.“ Petra Holl fasst es zusammen: „Die digitale Lösung ist klar, funktionell und praktikabel. Genau das brauchen wir.“